Von Annegret Schüle.
Erfurt 1995. 396 Seiten. 545 Abb.
Karten. Ganzgewebe mit
Schutzumschlag. 20,5 x+22,5 cm.
ISBN 3-9803931-1-9,
€ 15,25 inkl. MWST
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BWS Sömmerda
Die wechselvolle Geschichte eines Industriestandortes
in Thüringen 1816-1995

Die Geschichte des Büromaschinenwerkes Sömmerda (BWS) in Thüringen reicht bis zum Anfang des vorigen Jahrhunderts zurück. In seinem wechselvollen Schicksal spiegeln sich nahezu zwei Jahrhunderte deutsche Geschichte. Aus der 1816/17 von dem Schlosser Nikolaus Dreyse gegründeten Metallwarenmanufaktur wurde ein Großbetrieb, der über 175 Jahre das Schicksal der Stadt wie der Region bestimmte.
Mehrfach führten die Erfindungen aus Sömmerda zu weitreichenden Veränderungen in der militärischen und zivilen Technik. Der von Nikolaus Dreyse konstruierte Zündnadel-Hinterlader revolutionierte die Waffentechnik des 19. Jahrhunderts und trug entscheidend zum Sieg Preußens über Österreich 1866 bei. Ab 1901 war der Betrieb als Zweigwerk des Rüstungskonzern Rheinmetall an der Aufrüstung für die beiden Weltkriege beteiligt.

Die ab 1919 in Sömmerda entwickelten Büromaschinen verschafften der Firma Weltgeltung und wurden in über 50 Länder exportiert. In den letzten Jahren des zweiten Weltkrieges wurden in Sömmerda Zünder und Steuerungselemente für die V-Waffen gebaut. Ab 1945 gewann das Werk wieder große Bedeutung als Büromaschinenwerk. 1985 wurde im Werk der erste Personalcomputer der DDR, der PC 1715, gebaut. Ende 1991 wurde das Werk von der Treuhandanstalt liquidiert und auf dem Betriebsgelände ein Industriepark errichtet. ..
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